Wie wirst du Gärtner/in?

Gärtner ist mehr als „ein“ Beruf! Es gibt sieben verschiedene Fachrichtungen, zwischen denen du wählen kannst. Ganz nach deinen persönlichen Fähigkeiten und Vorlieben. Such‘ dir einfach deinen Schwerpunkt aus und wähle den Beruf deines Lebens.

Welchen Schulabschluss brauchst Du für den Beruf Gärtner?

Wer Gärtner werden möchte, sollte mindestens einen Hauptschulabschluss haben. Höhere schulische Qualifikationen verbessern die Chancen auf einen Ausbildungsplatz und erleichtern die berufliche Fortbildung. Zudem sind sie Voraussetzung für ein späteres Studium in Gartenbau oder Landschaftsarchitektur.

Welche Fähigkeiten sollten angehende Gärtner mitbringen?

Wenn du Spaß am Umgang mit Pflanzen hast und an Lebensvorgängen in der Natur interessiert bist, bringst du bereits die wichtigsten Voraussetzungen für den Beruf Gärtner mit. Je nach Fachrichtung sind unterschiedliche Fähigkeiten gefragt. Zum Beispiel Kreativität, handwerkliches Geschick, ein gutes Empfinden für Farben und Formen und räumliches Vorstellungsvermögen. Oder mehr technisches und kaufmännisches Verständnis, körperliche Fitness und Flexibilität. Perfekt ist, wenn du aufgeschlossen und teamfähig bist und dir der Umgang mit Menschen Freude macht.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Gärtner?

Die Ausbildung zum Gärtner dauert in der Regel drei Jahre. Wer bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen oder einen höheren Schulabschluss wie Fachhochschulreife und Abitur hat, kann die Zeit verkürzen. Bei besonders guten Leistungen ist es möglich, die Abschlussprüfung vorzeitig abzulegen. Ebenso kann die Ausbildungszeit bei Bedarf auch verlängert werden.

Wie läuft die Ausbildung zum Gärtner ab?

Bei einer Ausbildung zum Gärtner lernst du die praktischen Fertigkeiten in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb. Kombiniert wird dies mit theoretischem Fachwissen, das du dir in der Berufsschule aneignest, ein- bis zweimal in der Woche oder im Blockunterricht. Im ersten Jahr erhältst du ein breites Grundwissen, ab dem zweiten Jahr beginnt die Fachausbildung und die Spezialisierung für die gewählte Fachrichtung. Überbetriebliche Lehrgänge etwa an Lehr- und Versuchsanstalten oder DEULA-Bildungszentren ergänzen und vertiefen die Ausbildung.

Prüfungen gibt es natürlich auch: Eine Zwischenprüfung vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres und eine Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung. Neben dem fachlichen Wissen und Können werden Schlüsselqualifikationen wie zum Beispiel eigenverantwortliches Handeln, selbständiges Planen sowie die Kontrolle von Arbeitsvorgängen geprüft. Mit bestandener Abschlussprüfung bist du dann eine gärtnerische Fachkraft mit sehr guten und spannenden Berufsaussichten. Denn Gärtner sind gefragte Spezialisten!

Übrigens: Stark spezialisierte Ausbildungsbetriebe bilden zum Teil im Verbund mit anderen Betrieben aus. Das heißt, du lernst noch mehr gärtnerische Kulturen und Verfahren kennen und erhältst ein breiteres Wissen.

Was verdient ein Gärtner in der Ausbildung?

Was du während einer Ausbildung zum Gärtner verdienst, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Je nach gärtnerischer Fachrichtung, Ausbildungsdauer, Alter und Bundesland gibt es Unterschiede. In der Tabelle sind die durchschnittlichen Ausbildungsvergütungen angegeben.

Übrigens: Was du als ausgebildeter Gärtner verdienst, hängt von deiner Fachrichtung, von der Art des Betriebs und deiner Tätigkeit darin ab.

Alte Bundesländer:

1. Ausbildungsjahr 620 - 825 €
2. Ausbildungsjahr 700 - 925 €
3. Ausbildungsjahr 780 - 1.025 €

Neue Bundesländer:

1. Ausbildungsjahr 350 - 825 €
2. Ausbildungsjahr 470 - 925 €
3. Ausbildungsjahr 500 - 1.025 €

 

Stand: 01.12.2018