Hatschi – Krank während der Ausbildung

Fieber, Grippe oder eine fieser Magen-Darmvirus – Gerade zu dieser Jahreszeit haben Bakterien und Viren Hochjunktur. Wenn du während deiner Ausbildung krank wirst, gibt es einige Dinge, die du beachten musst. 

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  1. Unverzüglich deinen Ausbilder informieren – Melde dich noch vor dem offiziellen Arbeitsbeginn telefonisch, per Email oder Fax bei deiner Arbeitsstelle ab. An welcher Krankheit du genau leidest, musst du dem Betrieb nicht mitteilen.

 

  1. Krankschreiben lassen – Bist du länger als drei Tage krank, musst du deinem Betrieb spätestens am vierten Kalendertag eine sogenannte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Möglicherweise hat dein Ausbildungsbetrieb eine andere Regelung mit dir vereinbart, dann musst du das ärztliche Attest schon früher abgeben. Schaue dazu in deinen Arbeitsvertrag. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung stellt dir dein Arzt aus. Darauf ist angegeben, wie lange du krankgeschrieben bist. Die Bescheinigung besteht in der Regel aus drei Teilen: Eine behältst du, eine erhält dein Betrieb und die andere deine Krankenkasse. Bist du länger krank als auf der Bescheinigung angegeben ist, musst dir ein neues Attest ausstellen lassen. Bei einer Verlängerung musst du deinem Betrieb wieder umgehend informieren.

 

  1. Freie Arztwahl – Welchen Arzt du auswählst, kannst du entscheiden. Darüber hat der Betrieb keine Macht. Wenn du allerdings auffällig oft oder lange krank bist, kann der Betrieb den medizinischen Dienst der Krankenkasse einschalten, dh. du wirst von einem Arzt der Krankenkasse untersucht.

 

  1. Krank ist krank – Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer, wenn dieser krank ist, laut dem Arbeitsrecht in Ruhe lassen. Er darf dich weder anrufen noch unter Druck setzten und dich zur Arbeit zwingen. Zudem ist die Gefahr groß, deine Kollegen anzustecken.

 

  1. Krankmeldung bei der Berufsschule – Meistens genügt ein Anruf vor Unterrichtsbeginn beim Sekretariat deiner Schule. Frage am besten zum Ausbildungsbeginn deinen Klassenlehrer, wie du in so einem Fall genau vorgehen musst. Vergiss nicht auch deinen Ausbildungsbetrieb rechtzeitig darüber zu informieren, dass du in der Berufsschule fehlst.

 

  1. Krank werden während der Arbeitszeit – Wenn du deine Arbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausführen kannst, musst du dich bei deinem Ausbilder abmelden. Daraufhin kannst nach Hause gehen oder dich untersuchen lassen. Bist du länger als drei Tage krank, musst du dir wieder ein Attest vom Arzt holen.

 

  1. Ist strikte Bettruhe angesagt? – Während du krankgeschrieben bist, darfst du nichts tun, was den Heilungsprozess beeinträchtigt. Das kann je nach Diagnose anders sein. Informiere dich darüber bei deinem Arzt. Kurze Spaziergänge oder Lebensmitteleinkäufe sind Ok. Feiern oder Verreisen sind dagegen ein absolutes „No Go“ und eine Gefährdung für dein Arbeitsverhältnis.

 

  1. Kündigung wegen Krankheit? – Prinzipiell kann dich dein Arbeitgeber nicht kündigen, wenn du länger krank bist. Fehlst du aber mehrmals unentschuldigt und verpasst so einen Teil deiner Ausbildung kann es passieren, dass du nicht zur Prüfung zugelassen wirst.

 

  1. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – Bis zu sechs Wochen zahlt dir dein Betrieb den üblichen Lohn, wenn du dich korrekt abgemeldet und krankgeschrieben bist! Danach übernimmt deine Krankenkasse die Kosten. Dies gilt allerdings nur, wenn du bereits vier volle Wochen deiner Berufsausbildung absolviert hast.

 

  1. Krankheit im Urlaub – Suche am besten sofort einen Arzt auf und lasse dich, wie oben beschrieben, krankschreiben. Damit deine Urlaubstage nicht verfallen, informiere deinen Betrieb zu deiner Krankheit. Täuscht du deine Krankheit vor, riskierst du eine Abmahnung oder im schlimmsten Fall eine Kündigung.

 

An alle, die es erwischt hat – Gute Besserung!