Pflanzenschutz: Was ist zu beachten?

Pflanzenschutz – was für ein heikles und umstrittenes Thema. Doch hierzu möchte ich heute dringend aufklären. Viele von euch denken beim Pflanzenschutz an den Einsatz von chemischen Mitteln an Pflanzen. Dies ist ein Irrglaube! Wir Gärtner sind nämlich durch das Pflanzenschutzgesetz dazu verpflichtet, zunächst alle verschiedenen umweltfreundlichen Pflanzenschutzverfahren durchzuführen und nur im Notfall auf die „chemischen Mittel“ zurückzugreifen. Dies nennt sich „Integrierter Pflanzenschutz“, der uns schon während der Gärtner Ausbildung im Betrieb und der Berufsschule ständig begleitet.

Pflanzenschutz: Für Azubis gelten besondere Regeln

Natürlich gelten für Jugendliche während ihrer Ausbildung zum Gärtner besondere Regeln beim Pflanzenschutz. So dürfen Auszubildende unter 18 keine chemischen Pflanzenschutzmaßnahmen durchführen. Das Arbeiten mit Nützlingen, wie der Marienkäferlarve, die übrigens sehr gerne Blattläuse isst, ist natürlich erlaubt. Genauso wie Pheromonefallen, mit denen Insekten angelockt werden, und auf einem Klebestreifen hängen bleiben. Also der gesamte biologische Pflanzenschutz ist erlaubt.

Auf Friedhöfen, öffentliche Parks und Gärten ist es ebenfalls verboten Pflanzenschutzmittel auszubringen, da diese zu öffentlichen Plätzen zählen.

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Während eurer Ausbildung steht im zweiten Lehrjahr in der Berufsschule der Pflanzenschutzunterricht an. Zusätzlich gibt es noch ein Pflanzenschutz Lehrgang. Dort wird euch alles Nötige beigebracht, was ihr wissen müsst. Zu Ausbildungszwecken dürfen Pflanzenschutzmaßnahmen auch im Betrieb durchgeführt werden, sofern euer Ausbilder dabei ist und euch alles erklärt.

Nach bestandener Abschlussprüfung kann man beim zuständigen Pflanzenschutzamt seinen Sachkundennachweis beantragen, der benötigt wird, um beruflich Pflanzenschutz ausbringen. Euer Wissen müsst ihr aber alle drei Jahre in dem Pflanzenschutz-Sachkundelehrgang auffrischen.